Michael Klein (Geschäftsführer der BFL) im Gespräch mit Frau Dr. Westphal-Kay (DIBt)


Gottfried Herrmann (Vertriebsleiter der BFL, 2. v.li.) erläutert beim Betriebsrund- gang die Spezifik der in der BFL hergestellten Betonfertigteile


Angeregter Gedankenaus- tausch am Rande

15 lat B+F Beton- und Fertigteilgesellschaft mbH Lauchhammer

Am 31.05.2012 beging die B+F Beton- und Fertigteilgesellschaft mbH Lauchhammer (BFL) ihr 15-jähriges Firmenjubiläum mit einem Forum Beton & Umwelt.
Der Bürgermeister der Stadt Lauchhammer, Herr Roland Pohlenz, gratulierte mit einem Glückwunschschreiben im Namen der Stadt Lauchhammer, als auch in seinem eigenen Namen, zum Jubiläum und sprach dem Unternehmen seine Achtung und Anerkennung für all das, was in den vergangenen Jahren erreicht wurde, aus.
Das „Forum Beton & Umwelt“ wurde durch den Geschäftsführer der BFL, Herrn Michael Klein, eröffnet. Herr Dr. Rainer Eichhorn richtete als Vertreter des Gesellschafters, der Spezialtechnik Dresden GmbH, eine Grußadresse an die Anwesenden, bedankte sich für die geleistete Arbeit und wünschte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens auch für die Zukunft viel Erfolg.
Im Anschluss informierte Herr Klein mit einer Präsentation zur Geschichte und Entwicklung des Unternehmens. Das Leistungsprofil der BFL umfasst die Produktion und Montage von hochmassigen Stahlbetonfertigteilen für den Tiefbau - vorrangig in den Bereichen Infrastruktur (Straße, Schiene, Luft, Wasser/Abwasser) und Umweltschutz. So wurden bereits mehr als 1000 Gleistragwannen, 5000 Kabelzugschächte für Flughäfen, 2750 Fertigteilgebäude und 1300 Fahrzeugwaagen in Lauchhammer hergestellt. In diesen 15 Jahren wurden dabei ca. 250.000 m³ Beton verarbeitet, was ungefähr einer Strecke von 200 km Richtungsfahrbahn einer Autobahn entspricht.
Der bisher größte Einzelauftrag war die Fertigung von 7.500 Fertigteilen der Sitztribünen im 3-Schichtbetrieb für den Lausitzring, heute Eurospeedway Lausitz.
Die BFL beschäftigt ca. 80 Mitarbeiter, hat bisher über 5 Mio. EUR Investitionen getätigt und einen Umsatz von 150 Mio. EUR realisiert.
Dass Beton nicht gleich Beton ist und die Herstellung qualitätsgerechter Erzeugnisse umfassende Kenntnisse voraussetzt, wurde bei den anschließenden Vorträgen von Herrn Norbert Hartmann, TÜV Süd Industrie Service GmbH und Frau Dr. Brigitte Westphal-Kay vom DIBT deutlich. Diese informierten über neue Entwicklungen und Tendenzen zum Schutz der Umwelt vor schädlichen Einflüssen im Zusammenhang mit Betonprodukten, wie sie z. B. in der BFL produziert werden. So referierte Herr Hartmann über die - im Zuge des zum 01.03.2010 vollständig in Kraft getretenen neuen Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) - erarbeitete neue bundeseinheitliche Verordnung zu LAU-Anlagen (Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen), mit deren Einführung Anfang des Jahres 2013 gerechnet wird.
Frau Dr. Westphal-Kay erläuterte in ihrem Vortrag, dass LAU-Anlagen nach wasserrechtlichen Vorschriften so beschaffen sein müssen, dass wassergefährdende Stoffe nicht austreten können. Das gilt auch für Dicht- konstruktionen und Abdichtungssysteme. Diese Anforderungen sind auch in bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweisen für Dichtkonstruktionen und Abdichtungssystemen, die in LAU-Anlagen verwendet werden, zu berücksichtigen. Derzeit ist der Ersatz der bestehenden Anlagenverordnungen der Länder durch die bereits oben erwähnte bundeseinheitliche Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAUwS) in Aussicht.
In den Pausen und während des Büfetts wurden mit den anwesenden Gästen, insbesondere Kunden, Ingenieurbüros und Planer, ein reger Gedankenaustausch geführt. Im Anschluss daran vermittelte ein äußerst interessanter Betriebsrundgang Einblick in die Herstellung der Betonfertigteilproduktion der BFL.
Das Betriebsgelände der BFL liegt im Gebiet der ehemaligen Braunkohlentagebaue. Die Geschichte des Betriebsstandortes ist eng damit verbunden. Daher bot es sich natürlich an, auch die weitere Entwicklung der Region zu beleuchten. Herr Sören Hoika, Betriebsleiter der iba-tours berichtete in einem interessanten Vortrag und Filmbeitrag unter dem Motto „Vom Bergmann zum Seemann“ über die Entwicklung eines ehemaligen Industriegebietes zur Urlaubsregion. Wer also noch keine Ideen für den nächsten Urlaub hat, sollte sich über das vielfältige Angebot im Lausitzer Seengebiet informieren.
In angeregten Gesprächen endete der informative und kurzweilige Nachmittag bei einer Tasse Kaffee, ehe die Gäste ihre teilweise weite Heimreise antraten.


02.07.2014